
Christina Panteli
Hormone sind die leisen Taktgeber des Körpers. Sie steuern Stoffwechsel, Energie, Fruchtbarkeit, Haut und Haare – bei Frauen und Männern verschieden, in jeder Lebensphase anders. Endokrinologie heißt, diese Zusammenhänge zu erkennen, statt einzelne Symptome zu behandeln.
Schwerpunkte
Diagnostik und Behandlung hormoneller Störungen – mit diesen Schwerpunkten. Öffnen Sie ein Thema für Details.
Schilddrüse und NebenschilddrüseKleine Organe mit großer Wirkung auf Energie und Stoffwechsel.
Über- und Unterfunktion, Hashimoto, Knoten und Vergrößerungen der Schilddrüse sowie Erkrankungen der Nebenschilddrüsen, die den Kalziumhaushalt regeln. Die Abklärung verbindet Labor und Ultraschall.
PMOS, früher PCOSMehr als ein Zyklusproblem.
Das polyzystische Ovarialsyndrom heißt künftig polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom. Der neue Name beschreibt, was in der Behandlung zählt: Zyklus, Androgene, Insulin und Stoffwechsel greifen ineinander und gehören gemeinsam betrachtet.
Unerfüllter KinderwunschWenn Hormone im Weg stehen.
Schilddrüse, Prolaktin, Androgene oder eine Insulinresistenz können die Fruchtbarkeit beeinflussen. Ich kläre hormonelle Ursachen gezielt ab und behandle sie – als Ergänzung zur gynäkologischen oder reproduktionsmedizinischen Betreuung.
NebennierenCortisol, Aldosteron und Adrenalin im Gleichgewicht.
Ich kläre Über- und Unterfunktionen der Nebennieren ab, ebenso zufällig entdeckte Nebennierentumoren – etwa bei schwer einstellbarem Bluthochdruck, anhaltender Erschöpfung oder auffälligen Laborwerten.
Polyglanduläres AutoimmunsyndromWenn das Immunsystem mehrere Hormondrüsen angreift.
Hashimoto, Typ-1-Diabetes, Morbus Addison oder Zöliakie treten manchmal gemeinsam auf. Wer eine Autoimmunerkrankung einer Hormondrüse hat, profitiert von einem gezielten Blick auf die anderen.
Adipositas und StoffwechselGewicht ist auch eine Frage der Hormone.
Insulinresistenz, Schilddrüse, Cortisol und Sexualhormone beeinflussen Gewicht und Körperzusammensetzung. Diagnostik und Therapie setzen am Stoffwechsel an – medizinisch begleitet und ohne Schuldzuweisung.
Haarausfall und HyperhidroseSichtbare Zeichen, oft mit hormoneller Ursache.
Dünner werdendes Haar und übermäßiges Schwitzen können mit Schilddrüse, Androgenen, Eisenhaushalt oder den Wechseljahren zusammenhängen. Ich suche zuerst nach der Ursache, dann nach der passenden Behandlung.
Jede Lebensphase hat ihre eigene Kurve.
1Zwanziger und Dreißiger
Die fruchtbaren Jahre
Östradiol und Progesteron folgen jeden Monat demselben Muster. Gerät es aus dem Takt, zeigt sich das in Zyklusstörungen, an Haut und Haaren, in der Stimmung oder bei einem unerfüllten Kinderwunsch.
2oft ab Mitte 40
Die Perimenopause
Eisprünge werden unregelmäßig, Östradiol schwankt stärker als je zuvor, Progesteron fehlt zunehmend. Typisch sind Schlafprobleme, Brain Fog und Reizbarkeit – oft bei noch regelmäßiger Periode.
3im Mittel um 51
Die Menopause
Die letzte Periode, rückblickend bestätigt nach zwölf Monaten ohne Blutung. Östrogen fällt als Schutzfaktor für Herz, Gefäße, Knochen und Gehirn weitgehend weg.
4Postmenopause
Die Jahre danach
Jetzt zählt Prävention: Herz, Knochen, Stoffwechsel und geistige Fitness – damit aus mehr Lebensjahren auch mehr gesunde Jahre werden.
Kein Hormon wirkt allein.
Der Körper ist ein Netzwerk. Wählen Sie einen Bereich, um zu sehen, womit er zusammenhängt.
Eierstöcke
Sie bilden Östradiol, Progesteron und einen Teil der Androgene. Ihr Rückgang prägt die Wechseljahre und wirkt auf fast jedes Organ.
Verbunden mit: Hypophyse, Androgene, Knochen und Muskeln, Herz und Gefäße, Gehirn und Schlaf
Die Steuerzentrale im Gehirn. Über FSH, LH und Prolaktin gibt sie Eierstöcken, Schilddrüse und Nebennieren den Takt vor.
Verbunden mit: Eierstöcke, Schilddrüse, Stressachse
Sie bilden Östradiol, Progesteron und einen Teil der Androgene. Ihr Rückgang prägt die Wechseljahre und wirkt auf fast jedes Organ.
Verbunden mit: Hypophyse, Androgene, Knochen und Muskeln, Herz und Gefäße, Gehirn und Schlaf
Testosteron und DHEA spielen auch bei Frauen eine Rolle: für Energie, Libido und Muskulatur – und bei PMOS für Haut und Haare.
Verbunden mit: Eierstöcke, Insulin und Blutzucker, Stressachse, Knochen und Muskeln
Sie reguliert Energie und Stoffwechsel. Ihre Störungen ähneln oft Wechseljahresbeschwerden und werden deshalb leicht übersehen.
Verbunden mit: Hypophyse, Insulin und Blutzucker, Gehirn und Schlaf
Cortisol aus den Nebennieren beeinflusst Schlaf, Blutzucker und Bauchfett. Dauerstress bringt auch die Sexualhormone aus dem Takt.
Verbunden mit: Hypophyse, Insulin und Blutzucker, Gehirn und Schlaf, Androgene
Insulinresistenz verbindet PMOS, die Gewichtszunahme in den Wechseljahren und das Herz-Kreislauf-Risiko.
Verbunden mit: Androgene, Herz und Gefäße, Leber, Stressachse, Schilddrüse
Östrogen schützt die Gefäße. Nach der Menopause steigt das Herz-Kreislauf-Risiko von Frauen deutlich an.
Verbunden mit: Eierstöcke, Insulin und Blutzucker, Leber
Östrogen wirkt auf Gedächtnis, Stimmung und Temperaturregulation. Brain Fog, Hitzewallungen und Schlafstörungen hängen oft damit zusammen.
Verbunden mit: Eierstöcke, Stressachse, Schilddrüse
Mit sinkendem Östrogen nimmt die Knochendichte ab. Krafttraining und frühe Diagnostik beugen Osteoporose vor.
Verbunden mit: Eierstöcke, Androgene
Sie baut Hormone ab und reguliert die Blutfette. Eine Fettleber hängt eng mit Insulinresistenz zusammen.
Verbunden mit: Insulin und Blutzucker, Herz und Gefäße
So arbeite ich
Vier Schritte, die sich bei jeder Fragestellung wiederholen.




Zuhören
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch über Beschwerden, Lebensphase, Vorgeschichte und Ihre Ziele.
Messen
Gezielte Labordiagnostik und Ultraschall, abgestimmt auf Zyklusphase und Fragestellung.
Verbinden
Befunde aus Hormonen, Stoffwechsel und Bildgebung ergeben ein Gesamtbild statt einzelner Werte.
Begleiten
Therapie ist ein Verlauf. Ich überprüfe die Wirkung und passe an, wenn sich etwas verändert.

Über mich
Viele Beschwerden haben eine hormonelle Ursache, die lange übersehen wird. Ich bin überzeugt, dass Patientinnen und Patienten eine genauere Antwort verdienen.
Mit zypriotisch-kanadischen Wurzeln kam ich 2009 nach dem Abitur in Paphos nach Deutschland. Nach dem Medizinstudium in Göttingen wurde ich Fachärztin für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie. Heute arbeite ich in der Privatpraxis EndoKonsil am Kö-Bogen in Düsseldorf.
Werdegang
- 2009
Abitur in Paphos, Zypern
Anschließend Umzug nach Deutschland.
Medizinstudium
Georg-August-Universität Göttingen.
Fachärztin
Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie.
- seit März 2025
EndoKonsil
Derzeit in der Privatpraxis EndoKonsil am Kö-Bogen, Düsseldorf.
Stimmt das?
Fünf verbreitete Annahmen über Hormone – und was die Medizin heute dazu sagt.
Nicht ganz. Die hormonelle Umstellung beginnt oft Jahre vorher. Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen können erste Zeichen sein, während die Periode noch regelmäßig kommt.
Nein. Auch schlanke Frauen können ein PMOS und eine Insulinresistenz haben. Die Diagnose hängt nicht vom Gewicht ab.
Nicht unbedingt. Hashimoto zeigt sich oft zuerst durch Antikörper und Veränderungen im Ultraschall – lange bevor die Schilddrüsenwerte auffällig werden.
Nicht unbedingt. Referenzbereiche sind Durchschnittswerte. Entscheidend ist, ob Werte, Zyklusphase und Beschwerden zusammenpassen.
Nicht unbedingt. Schilddrüsenstörungen, Eisenmangel oder ein Androgenüberschuss können dahinterstecken – und lassen sich gezielt abklären und behandeln.
Zum Ausprobieren
Drei kleine Werkzeuge, die zeigen, wie Hormone und Stoffwechsel arbeiten – schematisch, aber nah an der Praxis.
Die Hormon-Tagesuhr
Viele Hormone folgen einem festen Tagesrhythmus. Ziehen Sie den Zeiger und sehen Sie, wie sich Cortisol, TSH und Melatonin im Lauf von 24 Stunden verändern.
- CortisolStresshormon der Nebennieren–
- TSHSteuerhormon der Schilddrüse–
- MelatoninSchlafhormon der Zirbeldrüse–
Cortisol erreicht sein Tagesmaximum. Deshalb wird es für die Diagnostik meist morgens gemessen.
Schematischer Verlauf. Für viele Hormonwerte gilt: morgens und möglichst immer zur gleichen Uhrzeit messen.
Blutzucker nach dem Essen
Was und wie wir essen, verändert die Blutzuckerkurve – und damit, wie viel Insulin der Körper ausschütten muss. Stellen Sie eine Mahlzeit zusammen.
Weißbrot allein: Der Blutzucker steigt schnell und hoch an.
Schematische Darstellung zur Veranschaulichung, keine individuelle Messung. Bei Insulinresistenz – etwa bei PMOS oder Adipositas – braucht der Körper für dieselbe Mahlzeit deutlich mehr Insulin.
Die Schilddrüse im Ultraschall
So sieht ein Querschnitt durch den Hals im Ultraschall aus. Wechseln Sie zwischen gesundem Gewebe, Hashimoto und einem Knoten, und tippen Sie auf eine Struktur.
Gleichmäßiges, helles Gewebe – typisch für eine gesunde Schilddrüse.
Wählen Sie eine Struktur, um sie im Bild zu markieren.
Schematische Zeichnung eines Querschnitts, kein echtes Ultraschallbild. Links im Bild ist die rechte Körperseite.
BMI und Taillenumfang
Der Body-Mass-Index setzt Gewicht und Körpergröße ins Verhältnis. Das Taille-zu-Größe-Verhältnis zeigt zusätzlich, wie viel Fett am Bauch sitzt. Stellen Sie die Regler auf Ihre Werte.
Der BMI ist ein grober Richtwert: Er unterscheidet nicht zwischen Muskeln und Fett. Für den Stoffwechsel aussagekräftiger ist das Bauchfett – als Faustregel sollte der Taillenumfang weniger als die Hälfte der Körpergröße betragen.
Gilt für Erwachsene. Ihre Angaben bleiben auf Ihrem Gerät und werden weder gespeichert noch übertragen.
Taille in der Mitte zwischen unterster Rippe und Hüftknochen messen, entspannt ausatmen.
- unter 18,5Untergewicht
- 18,5 bis 24,9Normalgewicht
- 25 bis 29,9Übergewicht
- 30 bis 34,9Adipositas Grad I
- 35 bis 39,9Adipositas Grad II
- ab 40Adipositas Grad III
- Taille zu Größeunter 0,5 empfohlen
Hormone wirken im Verborgenen. Ihre Störungen sollten es nicht bleiben.
Termine vereinbaren Sie bequem online über Doctolib.
Termin buchen bei Doctolib, öffnet in neuem TabFür Vorträge, Interviews und fachlichen Austausch
E-Mail schreiben